Geschirr wird nicht sauber: Was tun?
Wenn die Spülmaschine nicht richtig reinigt, liegt es selten am Tab. Viel häufiger sind ein verstopftes Sieb, blockierte Sprüharme oder eine ungünstige Beladung schuld. Arbeite die Checkliste von oben nach unten ab.
Checkliste: Warum die Spülmaschine nicht richtig reinigt
| Symptom | Häufige Ursache | Was du tust |
|---|---|---|
| Essensreste und Krümel auf allem Geschirr | Sieb verstopft, Schmutz zirkuliert | Sieb ausbauen und reinigen |
| Nur einzelne Bereiche schmutzig | Sprüharm blockiert oder Düsen verstopft | Sprüharme drehen, Düsen säubern |
| Innenseiten von Schüsseln schmutzig | Beladung zu dicht, Öffnungen falsch ausgerichtet | Locker und schräg nach unten einräumen |
| Angetrocknete Stärke oder Ei bleibt | Programm zu kurz oder zu kalt | Eco- oder Automatikprogramm statt Kurzprogramm |
| Tabreste im Dosierfach | Klappe blockiert oder Tab löst sich nicht | Dosierfach freihalten |
| Teeränder in Tassen | Spülmittel ohne Bleiche | Tabs oder Pulver mit Sauerstoffbleiche verwenden |
| Schmieriger Film | Fettablagerungen in der Maschine | Intensivprogramm oder Maschinenreiniger |
Sieb reinigen: der wichtigste Schritt
Das Sieb am Boden der Maschine hält Speisereste zurück. Ist es zugesetzt, verteilt die Pumpe den Schmutz wieder auf dem Geschirr, und der Wasserdruck sinkt. Die Stiftung Warentest rät im Test 08/2026 ausdrücklich dazu, das Sieb regelmäßig zu reinigen. Im selben Test führte ein Markenprodukt im Langzeittest sogar zu Ablagerungen, die das Sieb zusetzten.
- Sieb herausnehmen. Meist drehst du den Siebeinsatz gegen den Uhrzeigersinn und hebst ihn heraus. Beachte die Anleitung deines Geräts.
- Grobe Reste entfernen. Klopfe Speisereste über dem Mülleimer aus.
- Ausspülen. Reinige Grob- und Feinsieb unter warmem Wasser mit einer Bürste und etwas Handspülmittel.
- Wieder einsetzen. Das Sieb muss hörbar einrasten und flach aufliegen, sonst gelangt Schmutz in die Pumpe.
Wie oft das nötig ist, hängt davon ab, wie viel du spülst. Ein kurzer Blick einmal pro Woche schadet nicht. Ein schmutziges Sieb ist übrigens auch die häufigste Ursache, wenn die Spülmaschine riecht.
Sprüharme prüfen und Düsen frei machen
Dreh jeden Sprüharm mit der Hand. Er muss sich frei bewegen und darf nirgends an Geschirr oder Besteck anschlagen. Halte ihn danach gegen das Licht: Sind Düsen mit Kalk, Kernen oder Etikettenresten verstopft, stich sie mit einem Zahnstocher frei und spüle den Arm unter fließendem Wasser durch. Viele Sprüharme lassen sich zum Reinigen abnehmen. Wie das bei deinem Modell geht, steht in der Bedienungsanleitung.
Richtig einräumen: Wasser muss überall hinkommen
- Nicht stapeln. Teller und Schüsseln dürfen sich nicht gegenseitig abdecken.
- Öffnungen nach unten. Tassen, Gläser und Schüsseln schräg nach unten zum Sprüharm hin einräumen.
- Große Teile an den Rand. Bleche und Bretter nicht so stellen, dass sie den Sprühnebel oder das Dosierfach blockieren.
- Grobe Reste abkratzen, nicht vorspülen. Knochen, Kerne und große Essensreste gehören in den Müll. Vorspülen unter fließendem Wasser ist unnötig, siehe Vorspülen.
Programm und Spülmittel passend wählen
Kurzprogramme sind für leicht verschmutztes Geschirr gedacht. Angetrocknete Reste brauchen Zeit, damit die Enzyme im Spülmittel arbeiten können. Das Eco-Programm spült zwar mit niedrigerer Temperatur, dafür aber deutlich länger und reinigt normal verschmutztes Geschirr gut.
Erst wenn Maschine, Beladung und Programm stimmen, lohnt sich ein Blick aufs Spülmittel. Im Test der Stiftung Warentest (Heft 08/2026) erhielten 8 von 16 Produkten ein „gut“, drei aber nur „mangelhaft“. Die meisten Caps kamen mit den Verschmutzungen schlechter zurecht als die besten Tabs. Die Ergebnisse findest du unter Spülmaschinentabs im Test. Spülst du oft kurz, sind schnell lösliche Caps trotzdem eine Option, siehe Tabs fürs Kurzprogramm.
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Maschine reinigen: Fett und Kalk im Inneren
Mit der Zeit sammeln sich Fett und Kalk in Leitungen, Sprüharmen und Dichtungen. Die Tester empfehlen, mindestens einmal im Monat ein Intensivprogramm mit Spülmittel laufen zu lassen. Bei hartnäckigen Ablagerungen hilft ein Maschinenreiniger im Leerlauf, siehe Spülmaschine reinigen.
Steht nach dem Spülen Schaum in der Maschine, ist oft Handspülmittel im Spiel, siehe Schaum in der Spülmaschine. Hilft nichts davon, kann eine defekte Umwälzpumpe oder Heizung die Ursache sein. Dann ist der Kundendienst gefragt. Weitere Anleitungen bietet der Ratgeber.
Häufige Fragen zu schlechtem Spülergebnis
Warum ist mein Geschirr nach dem Spülen sandig?
Feine, sandige Rückstände stammen meist aus einem verstopften Sieb oder von Kalk. Reinige das Sieb und prüfe Salz und Härteeinstellung.
Hilft ein anderer Tab, wenn das Geschirr nicht sauber wird?
Nur, wenn Sieb, Sprüharme, Beladung und Programm in Ordnung sind. Liegt es wirklich am Spülmittel, lohnt sich ein Blick in aktuelle Tests.
Wie oft sollte ich das Sieb der Spülmaschine reinigen?
Regelmäßig, je nach Nutzung etwa einmal pro Woche bis einmal im Monat. Sieh öfter nach, wenn du viel stark verschmutztes Geschirr spülst.
Reinigt das Eco-Programm schlechter?
Nicht bei normal verschmutztem Geschirr. Es arbeitet mit niedrigerer Temperatur, gleicht das aber durch eine längere Laufzeit aus.